Klein, aber fein…

Fein, ja, aber klein? Da ist die kaufmännische Geschäftsleiterin des Kita Eigenbetriebs Berlin Süd-West, Martina Castello, doch wohl etwas zu bescheiden. Ein Unternehmen mit 900 Mitarbeiter/innen, das 4.600 Kinder in 37 Tagesstätten betreut, ist nicht wirklich klein. Frau Castello bezog jedoch die Größenangabe auf die fünf Berliner Kita-Eigenbetriebe, und da ist der von Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf tatsächlich der kleinste. Aber einer, der über keinen Fachkräftemangel zu klagen hat. Am Freitag, dem 23. August, trafen sich rund 500 der 900 Mitarbeiter/innen auf dem Gelände der Kita Am Volkspark Mariendorf zu einem Sommerfest. Das Wetter spielte mit, herrlicher Sonnenschein strahlte auf die Erzieherinnen und Erzieher nieder. Nicht nur das, außer Sonne wurde auf sie auch noch sehr viel Lob geschüttet. Martina Castello dankte allen für ihren oft harten Job, den sie mit großem Engagement ausführen. Dass Kindertagesstätten Bildungseinrichtungen sind und längst das Image von Aufbewahrungsorten abgestriffen haben, hat sich inzwischen herumgesprochen.

Die Kita-Eigenbetriebe haben ihren festen Platz in der Berliner Kita-Landschaft gefunden, natürlich in Konkurrenz zu vielen freien Trägern. Sie gehören zum Angebotsspektrum unverzichtbar dazu. Die Wahl, in welche Kita die Eltern ihre Kinder geben, bleibt diesen überlassen. Die Nachfrage bei den Eigenbetriebskitas ist unverändert erfreulich groß.

Diese Informationen sind nicht neu, erfreuten die Beschäftigten des Kita-Eigen-betriebs Süd-West dennoch.

Etwas Neues gab es trotzdem. Nämlich den neuen kaufmännischen Geschäftsführer Helge Jacobsen. Er wird von nun an die Geschäfte des Eigenbetriebs managen. Auf dem Fest musste er erst einmal viele Hände schütteln, denn alle wollten natürlich den neuen Chef kennenlernen.

KiTS wird Helge Jacobsen in einem Portrait Ende September vorstellen.

Aber nicht alle, die gern beim Sommerfest dabei gewesen wären, konnten dies tun, denn zeitgleich fand eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt, so dass Jugendstadtrat Oliver Schworck auf seine Teilnahme am Sommerfest verzichten musste, ebenso wie Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die mit Haushaltsberatungen zu tun hatte.

Aber wenigstens die Erzieherinnen und Erzieher konnten das Fest genießen, ganz unter dem Motto, wer feste arbeitet muss auch mal Feste feiern.