Vater-Sohn-Camp

Das Vater-Sohn-Camp des „Netzwerk Jungensport“ fand vom 27. bis 29.09.2013 im Abenteuerzentrum Grunewald statt. Teilnahmen 15 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren, zwei Väter und fünf Mitarbeiter aus diversen Einrichtungen und von verschiedenen Trägern (Outreach Schöneberg-Nord, Treff 62 und PallasT).

Wie vor jeder Fahrt waren alle voller Vorfreude und dementsprechend aufgeregt, versuchten einzelne noch auf den letzten Drücker mitkommen zu können. Die üblichen Diskussionen fanden statt: „Aber der und der darf doch auch mit, warum ich nicht…“ „Warum müssen wir eine Fahrkarte mitbringen, wir können doch mit eurem Bus Fahren…“ „Mein Vater kann mich doch hinbringen…“ Wir fuhren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im Abenteuerzentrum angekommen, wurden zunächst der Ablaufplan des Sportcamps und die Hausregeln besprochen sowie der Küchendienst für die drei Tage eingeteilt. Nach dem Bezug der Zimmer wurde erst mal kräftig gekickert, Tischtennis und Fußball gespielt, nachts noch eine Nachtwanderung rund um den Grunewaldsee unternommen und später Fußball geschaut.

Das Highlight der Fahrt fand samstags statt: Unter der Anleitung von vier Trainer/innen wurden zunächst diverse Kooperationsspiele durchgeführt, bevor es zum Klettern im hauseigenen Hochseilgarten ging. Bemerkenswert war, wie begeistert, konzentriert und diszipliniert die Kinder und Jugendlichen agierten.

Sie arbeiteten als Team, indem sie miteinander kommunizierten, um Lösungen für die jeweils gestellten Aufgaben zu finden und übernahmen Verantwortung beispielsweise als sie zwei Mitarbeiter, denen die Augen verbunden waren, durch das Moor führten.

Beim Klettern nahm die Verantwortung, die sie zu tragen hatten noch zu, da in diesem Kletterwald die Teilnehmer sich gegenseitig sichern müssen. Im anschließenden Feedbackgespräch sagten die Kinder und Jugendlichen, dass es für sie neu war, so gut im Team zu arbeiten und anderen, die man nicht so gut kennt zu vertrauen.

Vielleicht durch diese Erfahrung war es an diesem Abend möglich, offene und intensive Gespräche mit den Kindern, Jugendlichen und Vätern zu Themen, wie Familie, Krankheiten, Schul- und Ausbildung, Religion und Werten zu führen. Wir hatten jedenfalls auf dem für alle beteiligten lehrreichen Vater-Sohn-Camp eine schöne, lustige, harmonische und zeitweise rasante Zeit.