Inzwischen hat sich viel getan – „W40“ feierte 5 Jahre Quartiersentwicklung in Marienfelde Süd

Am 12. März 2014 gab es im Quartiersbüro „W40“ der Arbeitsgemeinschaft für Sozialplanung und angewandte Stadtforschung „AG SPAS e.V.“ einen besonderen Grund zu feiern. Denn im Frühjahr 2009 nahm das Quartiersbüro im Auftrag des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg und inzwischen durch das Jugendamt finanziert seine Arbeit auf. Anlass genug, um mit zahlreichen geladenen Gästen auf fünf erfolgreiche Jahre Quartiersarbeit in der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße und den Tirschenreuther Ring zurückzublicken.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns, der die engagierte Arbeit der Mitarbeiterin Beate Miculcy und dem Mitarbeiter Joachim Poweleit würdigte. Sein Dank galt auch der degewo. Die degewo stellt die Räume mietfrei zur Verfügung, beteiligt sich darüber hinaus mit kleineren und größeren Spenden für viele Projekte und vor allem auch den vielen Freiwilligen, Vereinen und Einrichtungen, die sich für das Gebiet engagieren.

Etwas wehmütig wurde allen zumute, als Herr Poweleit in den Ruhestand verabschiedet wurde. Er hat nicht nur die Quartiersentwicklung in Marienfelde mit aufgebaut, sondern sich auch viele Jahre im Quartiersmanagement Schöneberg-Nord verdient gemacht. In seine Fußstapfen tritt Natascha Wiemann, die ebenfalls über viele Erfahrungen im Quartiersmanagement verfügt.

Inzwischen hat sich viel getan, um das Leben vor Ort gemeinsam mit den Anwohnern und Akteuren schöner und liebenswerter zu gestalten – denn dies ist das Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Quartiersbüros.

„Selbst anpacken ist besser als abzuwarten – und unser Kiez ist bunt und vielfältig“
Unter diesem Motto wurden viele neue Menschen für das ehrenamtliche Engagement begeistert, Jung und Alt sowie Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zusammengebracht.

Die Früchte dieser Arbeit zeigen sich an den zahlreichen Projekten, die seit 2009 realisiert wurden. Einige davon haben bereits Tradition, wie beispielsweise das Marienfelder Sportfest, der Generationenlauf, der Tortenwettbewerb oder die gemeinsame Weihnachtsfeier für einsame Menschen an Heiligabend und vieles mehr.

Für die Umsetzung der Projekte stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jedes Jahr zusätzlich Mittel aus dem FEIN-Programm (Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften) zur Verfügung. So können Bewohnerinnen und Bewohner, Initiativen und andere Akteure Ideen und Projektvorschläge zur Quartiersentwicklung einreichen. Das Quartiersbüro berät, unterstützt und begleitet bei der Umsetzung. Welche Ideen und Vorschläge realisiert werden, darüber entscheidet eine Vergabe-Jury mit, die sich aus gewählten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie aus Vertreterinnen und Vertretern der ansässigen Einrichtungen zusammensetzt.

Zwei große Projekte in Vorbereitung
Auch in diesem Jahr ist Spannendes geplant. Zwei große Projekte befinden sich in der Vorbereitung. Auf dem Gelände des ehemaligen Ökohauses sollen in Kooperation mit der degewo „interkulturelle Gärten“ entstehen. Denn das gemeinsame Gärtnern macht Spaß, hat etwas Verbindendes und fördert den Austausch und das Miteinander der Teilnehmenden.

Mit verschiedenen theaterpädagogischen Techniken wird durch das Projekt des Jugendmuseums „Mein Marienfelde – unser Marienfelde“ das Selbstbewusstsein und die Konfliktfähigkeit von Kindern der Marienfelder Grundschule gestärkt. Natürlich sind auch dieses Jahr wieder jede Menge Feste geplant und das Quartiersbüro ist gespannt auf die Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren Akteure.

Das Stadtteilforum- Raum für Ideen schaffen
Eine weitere Möglichkeit sich an der Gebietsentwicklung zu beteiligen ist das Stadtteilforum. Am 28. April 2009 fand auf Einladung der damaligen Jugendstadträtin und jetzigen Bürgermeisterin Angelika Schöttler das 1. Stadtteilforum in der Großsiedlung statt. Viele Bewohner_innen kamen, brachten Ihre Kritiken, Ideen und Vorschläge zur Verbesserung des Lebens im Stadtteil vor. Diesen wurde nachgegangen und vorgebrachte Mängel soweit möglich beseitigt.

Das nächste Stadtteilforum findet übrigens am 10. April 2014 um 18.00 Uhr unter der Leitung des Stadtrates für Jugend, Ordnung und Bürgerdienste Oliver Schworck im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde, Waldsassener Str. 40 a, statt. Dann wird unter anderem über die Arbeit von „Laib und Seele“ berichtet, das Projekt der Interkulturellen Gärten vorgestellt. Natürlich ist wie immer jede Menge Raum für Ideen, Anregungen und Kritik der anwesenden Bewohnerinnen und Bewohner, Einrichtungen und Initiativen.

Vielfalt wird lebendig
Im Rahmen einer kleinen Ausstellung präsentiert das Quartiersbüro „W40“ die Arbeit der letzten 5 Jahre. Mit Bildimpressionen wird die Vielfalt der Projekte noch einmal lebendig. Alle Bewohnerinnen und Bewohner und Interessierten sind herzlich eingeladen, sich die Fotos anzuschauen und sich zu erinnern. Die Ausstellung kann zu den regulären Öffnungszeiten vom 13. März bis zum 30. April 2014 im Quartiersbüro bestaunt werden. Die Mitarbeiterinnen des Quartiersbüros stehen gerne für Gespräche zur Verfügung und freuen sich auf Sie!

Kontakt:
Quartiersbüro W40 der AG SPAS e.V.
Beate Miculcy, Natascha Wiemann
Waldsassener Str. 40, 12279 Berlin
Telefon: 530 85 265, W40@ag-spas.de
www.waldsassener-strasse.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00 bis 15.00 Uhr
Dienstag 10.00 bis 15.00 Uhr

Text: Kerstin Neuberg/jo