„P“ ist tabu – Fotoworkshop im „Jugi-Hessenring“- Tempelhof

„Ich will mir eine Kamera kaufen, ist die gut?“. Diese Frage ist oft zu hören. Aber wozu eine neue, teure Kamera kaufen, wenn damit nicht umgegangen werden kann. Die meisten Funktionen einer digitalen Fotokamera werden nicht genutzt, darum lautete das Motto, unseres gemeinsamen Fotoprojektes mit dem Jugendclub Barnetstraße, alles außer „P“- wie Programm.Als Leitthema der Fotos haben wir uns für Gegensätze entschieden.
Einer dieser Gegensätze war heiß und kalt. Für heiß haben wir ein Teelicht genommen und für kalt, Eiswürfel. Die Gegenstände wurden auf einem, vorher mit schwarzem Stoff, abgedeckten Tisch schön drapiert. Dabei konnten die Mädchen und Jungen selber sehen, das eins zu eins nicht immer gut aussieht. Letztendlich kamen ein Windlicht und fünf Eiswürfel vor die Kamera.
Jetzt probierten die Jugendlichen aus, wie und von wo sie diese Objekte fotografieren möchten. Von oben, von der Seite, mit dem Stativ, ohne Stativ. Nachdem sie die frontale Position am schönsten fanden wurde mit dem Licht experimentiert.
Denn Licht und Schattenspiel machen ein Foto viel interessanter. Dazu braucht es keinen großen Scheinwerfer, eine Schreibtischlampe tut es auch.
Damit nur ein Abschnitt der Objekte beleuchtet wird, haben wir Alufolie, trichterförmig um die Schreibtischlampe gewickelt. Je kleiner der Lichteinfluss sein soll, umso mehr wird die Folie am vorderen Ende zusammen gedrückt. In der Kamera stellten wir einen Effekt ein, der die Ecken des Fotos ins Schwarze verlaufen lässt.
Es gab eine Menge Ahs und Ohs beim Sichten der entstandenen Fotos. Mit soviel Elan bestückt, wurde beschlossen, das- leider unscharf gewordene Salz und Pfeffer- Motiv auf jeden Fall noch einmal in Szene zu setzen. Ohne Anleitung!

S. Raband