Kinder- und Jugendparlament zu Gast im Bundestag!

Im Gespräch mit Renate Künast
Ein wenig aufgeregt waren sie schon, die Vorstandsmitglieder des Kinder- und Jugendparlaments Tempelhof-Schöneberg, als sie sich am 9. November 2015 zum Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Renate Künast getroffen haben.
Zwischen zehn und siebzehn Jahre sind sie alt und kommen aus allen Regionen des Bezirks. Sie hatten sich auf den Termin gut vorbereitet und einen ganzen Katalog an Fragen zusammengestellt. Bevor alle Fragen zur Diskussion kamen, haben die jungen Parlamentarier_innen der Bun-destagsabgeordneten Frau Künast etwas über ihre Arbeit im Kinder- und Jugendparlament erzählt. Im Anschluss daran, hatten sie die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen.
So ging es beispielsweise um die immer weniger vorhandene Freizeit von Kindern und Jugendli-chen. Da die Schüler_innen ihren Alltag durch den Ganztagsbetrieb inzwischen fast ausschließlich in der Schule verbringen, bleibt immer weniger Zeit, sich politisch und ehrenamtlich zu engagieren oder aber anderen Hobbys nachzugehen. Umso erfreuter war Frau Künast, dass sich im Bezirk Tempelhof-Schöneberg so viele junge Menschen für die Interessen anderer einsetzen.
Auch das Thema Mobbing war den Vertreter_innen des KJP wichtig. An einigen Schulen wird nach Ansicht der Jugendlichen dagegen zu wenig unternommen. Übereinstimmend stellten sie und Frau Künast fest, dass dem von allen Seiten, also von Schüler_innen und Lehrer_innen gemeinsam be-gegnet werden muss.
Das Hauptthema war allerdings, wie man die vielen tausend Flüchtlinge gut und schnell integrieren kann. Klar war, dass es am wichtigsten ist, Sprachbarrieren abzubauen und mit den Schutzsuchenden ins Gespräch zu kommen und etwas gemeinsam zu unternehmen. Frau Künast berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen mit Flüchtlingen und Helfenden. „Die Bereitschaft der Bevölkerung, Hilfe zu leisten ist beeindruckend.“, sagte die Bundestags-abgeordnete. Sie hofft, dass die Unterstützung nicht nachlässt, denn diese Herausforderung wird noch eine ganze Weile bestehen bleiben. Auch die Kinder und Jugendlichen konnten von eigenen Erfahrungen berichten. An einigen Schulen werde schon sehr viel für jugendliche Flüchtlinge getan. Und auch das eine oder andere gemeinsame Projekt wurde bereits durchgeführt.
Man hätte noch viel länger diskutieren können, aber die Bundestagsabgeordnete musste nach spannenden und interessanten 60 Minuten noch zu einem anderen Termin.
Es war ein anregender und informativer Austausch! Es ist immer wieder toll, wenn man mit den Politiker_innen persönlich ins Gespräch kommen kann.
Mitglieder des Kinder- und Jugendparlamentes (Text)
Mehr Informationen:
www.kjp-ts.de