Tannenhof Berlin-Brandenburg: Wechsel in Leitungsspitze vollzogen!

In einer feierlichen Veranstaltung wurde beim Träger Tannenhof Berlin-Brandenburg am 14. Januar 2015, im Festsaal des Centre Monbiju, der Staffelstab in der Geschäftsführung übergeben. Horst Brömer übergibt seine Doppelfunktion an die Kolleginnen und langjährigen Mitarbeiterinnen Manuela Schulze und Babett Schott.
Nach 33 Jahren im Träger, davon 28 als Geschäftsführung des Tannenhof Berlin-Brandenburg, ist Diplom-Psychologe Horst Brömer bereits zum Ende des letzten Jahres in den Ruhestand gegangen. Im Jahr 2015 vollzog der Gesamtträger eine Aufsplittung in den weiterhin bestehenden Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V. und in den zusätzlich entstandenen Tannenhof Berlin-Brandenburg gGmbH. Die Geschäfte führte Horst Brömer bis 31. Dezember 2015 in Personalunion.

Bei der Festveranstaltung begrüßte für den Vorstand des Vereins Dr. Bert Flemming die Festgäste.
Unter dem Motto „Wer in der Zukunft lesen will muss in der Vergangenheit blättern (A. Malraux),“ schaute der Leiter der Drogenhilfe Tübingen, Johannes Schönthal, in die gemeinsame fachliche Vergangenheit. Dabei wurden viele fachliche Aspekte, aber auch besonders anfängliche Stolpersteine und Schwierigkeiten beleuchtet. Für die Zukunft betont Johannes Schönthal: „Wir machen das, was wir am besten können!“ Dazu gehört für ihn das klare Profil einer Einrichtung mit Zusatzkompetenzen.

Die langjährige Vorsitzende des Tannenhof Berlin Brandenburg, Christa-Maria Blankenburg, stellte in ihrer kleinen Chronik die Entwicklung des großen sozialen Dienstleisters vor. Dazu gehört als großer Teil der Arbeit die Therapie und Rehabilitation im Suchtbereich, mit den notwendigen intensiven Verhandlungen mit den Rententrägern. Ein wichtiger Aspekt war dabei für Horst Brömer und dem Tannenhof Berlin-Brandenburg, dass im Suchtbereich auch immer die Kinder mit untergebracht und betreut wurden. Auch Ausbildungs- und Präventionsangebote wurden aufgebaut. Ein weiteres großes Standbein sind die Hilfen für Kinder geworden. Dazu gehören das Kinderhaus Tannenhof, die verschiedensten Tagesgruppen mit Beschulung und intensive Wohngruppen, die von der Jugendhilfe finanziert werden.
Mit der Darstellung der Entwicklung würdigte Christa-Maria Blankenburg die Lebensleistung von Horst Brömer. In kurzen Worten bedankte sich Horst Brömer für die Worte und für die lange gute Zusammenarbeit. In seinen Abschiedsworten betonte Brömer, dass für ihn „immer das Beziehungsmodell im Mittelpunkt stand“. Seine Zukunftspläne konkretisierte der scheidende Geschäftsführer nicht. Deutlich wurde jedoch, dass es vermutlich eher ein Unruhestand werden wird. Die Gruß- und Dankesworte der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert verlas Dr. Flemming.
Zum Jahresbeginn nahmen Manuela Schulze als Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft und Babett Schott als besondere Vertreterin des Vereins die Arbeit auf. Sie verdeutlichen in ihren Worten, dass Vieles bleiben wird, aber es durchaus auch Veränderungen geben wird. Sie bedankten sich bei Horst Brömer für die intensive Einarbeitung und Übergabe. Aber auch der Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lag ihnen am Herzen.
Babett Schott (46) ist Diplom-Sozialpädagogin und Familientherapeutin und seit 1995 im Träger tätig, nachdem sie zuvor in der stationären Jugendhilfe gearbeitet hat. Neben der neuen Funktion als besondere Vertreterin des Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V. wird sie weiterhin als Fachteamleitung der Tannenhof-Tages- und Wohngruppen für Kinder tätig sein.
Manuela Schulze (41) ist Diplom-Psychologin sowie approbierte Psychologische Psychotherapeutin und wechselte von einem Klinik-Verbund 2007 zum Träger. Sie verbleibt noch bis Ende des Jahres in ihrer derzeitigen Funktion als therapeutische Leiterin der stationären Therapieeinrichtung „Der Tannenhof“ in Berlin-Lichtenrade, um danach komplett die Geschäftsführung der Tannenhof Berlin-Brandenburg gGmbH zu übernehmen.
Viele Freunde und Partner vom Tannenhof Berlin-Brandenburg wünschten Horst Brömer für den Ruhestand alles Gute und der neuen weiblichen Doppelspitze viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Für die köstlichen Leckereien sorgte wieder die hauseigene Küche vom Tannenhof Berlin-Brandenburg. Vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg übermitteln die besten Wünsche der Jugendamtsdirektor Rainer Schwarz  und die Regionalleiterin-Süd Irmgard Beckmann.
Text: Thomas Moser