Neues aus dem Jugendhilfeausschuss

Die Bezirksstadträtin für Familie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement, Angelika Schöttler, teilte den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses in der heutigen Sitzung folgendes mit.

Am 2. November 2007 wird um 14.00 Uhr im Foyer des Rathauses Friedenau die Ausstellung „Nachbarschaft erleben“ an Anwesenheit von Jugendstadträtin Angelika Schöttler eröffnet. eröffnet. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Aktivitäten des Freiwilligendienstes und des Ehrenamtes. Gleichzeitig soll mit der Ausstellung in den Räumen des Rathauses Friedenau die Verstärkung der Zusammenarbeit im Bereich des Ehrenamtes mit allen Trägern im Bezirk gewürdigt werden.

 

Aus der Region Schöneberg Nord

 

Nachbarschaftsfest in der Steinmetzstraße Auch in diesem Jahr gab es am 7. September 2007 wieder ein kunterbuntes Treiben zwischen Bülow- und Alvenslebenstraße. Organisiert wurde dieses Fest der Begegnungen bereits zum dritten Mal von der „Arbeitsgruppe Steinmetz“ des Nachbarschaftstreffs in der Steinmetzstraße 68 – im Rahmen der gemeinsamen präventiven sozialen Arbeit in diesem Gebiet. So beeindruckte ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Sehr viele Angebote für und von Kindern und Jugendlichen präsentierten sich auf der Bühne – aber auch an den Ständen. Engagierte Mütter und Väter boten kulinarische Highlights an, Anwohner/innen bereiteten das Fest mit vor und waren fest in der gesamten Organisation eingebunden. Ebenso trugen viele Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe zu dem gesamten Gelingen bei. Das Jugendamt Region Schöneberg Nord war auch mit einem Stand vertreten.Ein gelungenes und sehr gut besuchtes Fest. Es hat Akteuren und Besuchern viel Spaß gemacht! Kooperationsvereinbarung – Neumark Grundschule Am 27. September wurde an der Neumark-Grundschule in einem festlichen Rahmen die Kooperationsvereinbarung zwischen der Neumark-Grundschule, Polizeiabschnitt 41, Jugendamt – Region Schöneberg Nord – und der Schulpsychologie für Gewaltprävention und Krisenintervention Tempelhof – Schöneberg unterschrieben. Die Präambel beschreibt Ziel und Sinn dieser gelungenen Kooperationsvereinbarung:„Die Kooperationsvereinbarung soll eine auf Dauer angelegte Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern etablieren. Sie ergänzt und rundet ab, was bisher erfolgreich im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern Schule, Polizei, Schulpsychologisches Beratungszentrum und Jugendamt erreicht werden konnte.“

 

Kernpunkt ist die Bildung einer Handlungsallianz und die Schaffung von Informationskanälen zwischen allen Beteiligten, das heißt Vernetzung von Schule, Eltern und Kindern mit der Polizei, Schulpsychologie und dem Jugendamt. Durch Entwicklung und Abstimmung von Handlungskonzepten und Maßnahmen sowie unterrichtlichen Vorhaben sollen kognitive und soziale Kompetenzen der Kinder im Sinne der Gewaltprävention und das richtige Verhalten im Straßenverkehr gefördert werden. Ferner soll in Fällen auftretender Gewalt in der Schule kooperativ und zielorientiert gehandelt werden. Zur Umsetzung der Ziele treten die genannten Vertragspartner in eine Kooperationsvereinbarung.

 

Aus der Region Friedenau

 

Kinderschutz in den Hilfen zur ErziehungSchnittstelle Jugendhilfe/Polizei Unter diesem Thema fand Ende September 2007 eine Veranstaltung zur Sensibilisierung, Früherkennung und Möglichkeiten zur Intervention bei Kindeswohlgefährdung mit dem LKA Berlin, Mitarbeitern des Trägers der ambulanten Hilfen H.U.G.O. e.V. sowie des Jugendamtes – Region Friedenau – einschließlich der Freizeiteinrichtungen statt.

 

Auszeichnung “Voll krass” „Voll krass“ – das Filmprojekt der Kifrie-Medienwerkstatt mit jungen Migranten ist mit dem 3. Preis des Deutschen Kinderhilfswerkes für Beteiligung von Kindern und Jugendlichen “Goldene Göre” ausgezeichnet worden.

 

Aus der Region Tempelhof In Tempelhof findet am 16.11.2007 in der Zeit von 9.00 bis 13.00 Uhr die zweite Kinder- und Jugendversammlung im Jugi Hessenring statt. Das diesjährige Thema sind die Plätze und Treffpunkte der Kinder- und Jugendlichen in der Region Tempelhof. Es wird verschiedene Workshops geben.

 

Aus der Region Marienfelde Während der Herbstferien fanden in den Marienfelder Jugendfreizeiteinrichtungen und auf dem Gelände des TSV Marienfelde wieder Angebote für Marienfelder Kinder und Jugendliche statt. Nur im „haus of fun“ fiel das Ferienprogramm aus, weil plötzlich ohne Vorankündigung die Heizung abgestellt wurde. Das Heizungssystem der Alfred Adler GS ist an das der JFE gekoppelt und wurde auf Anweisung der Schule in den Herbstferien überholt. Ärgerlich daran ist, dass niemand die Mitarbeiter/innen der JFE „haus of fun“ bzw. das Jugendamt informierte. Bei den niedrigen Temperaturen blieb den Mitarbeiter/innen nichts anderes übrig als die Einrichtung zu schließen. Die Heizung wurde bis heute noch nicht angeschaltet – der Betrieb fällt weiterhin aus.

 

Im Medienhaus fanden parallel zum Ferienprogramm die ersten Besucherbefragungen im Rahmen des “Jugendmonitors” statt. Ziel der Befragung ist, Antworten auf die Zufriedenheit, Wünsche und Erwartungen der Besucher/innen zu erhalten. Die Befragung fand unter reger Beteiligung der Besucher/innen statt.

 

Ab dem 22.10.2007 bis zum 20.12.2007 finden wegen der großen Nachfrage von Schülerinnen der Kiepert GS und Besucher/innen der JFE Medienhaus zwei Tanzworkshops (ein Bauchtanzworkshop) für Mädchen im Alter von 8 bis 13 Jahren im Medienhaus statt. Die Teilnehmerinnen werden die Möglichkeit haben, im Rahmen eines Auftritts ihr Können Eltern, Besucher/innen und deren Familien zu präsentieren.

 

Am 18.09.2007 fand das Nachbereitungstreffen der Teilnehmer/innen des diesjährigen Domagkstraßenfestes statt. Grundsätzlich waren alle zufrieden, bis auf die Tatsache, dass die Marienfelder Grundschulen dieses Jahr nicht so stark wie in den vergangenen Jahren vertreten waren. Das mag an der Zusammenlegung der Steinwald GS und der Malteser GS mit der Alfred Adler GS und der damit zusammenhängenden Umorganisation liegen. Die Teilnehmer/innen werden die Grundschulen für das Domagkstraßenfest 2008 verstärkt ansprechen.

 

Aus dem Fachbereich Jugendförderung

Kinder- und Jugenderholungsstätten Sandwerder und SchwanenwerderNach dem Beschluss des letzten Jugendhilfeausschusses und der Pressekonferenz am 2.10.2007 sind die Träger zur Zeit damit beschäftigt, eine intensive bauliche Bestandsaufnahme und Planung zu entwickeln und an der konzeptionellen Feinplanung zu arbeiten. Mit beiden Trägern sind Gesprächstermine vereinbart, um anstehende Fragen und die Vertragsessentiales zu klären.

 

Kinder- und Jugendparlament (KJP)

 

Am 25. Oktober 2007 wird ab 9.00 Uhr die konstituierende Sitzung des Kinder- und Jugendparlamentes im BVV-Saal stattfinden.

 

Aus dem Fachbereich Kindertagesbetreuung

 

Planung der Angebote der Kindertagesbetreuung.

 

Grundsätzlich ist für die Erteilung einer Betriebserlaubnis für eine Kindertagesstätte die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung zuständig. Der Bezirk ist z.Z. gegenüber dem Träger und der Senatsverwaltung in der Beratungsrolle und kann bei rechtzeitiger Information Aussagen über den qualitativen und quantitativen Bedarf im Bezirk machen. Eine rechtliche Möglichkeit, die Betriebserlaubnis allein mit Hinweis auf das im Bezirk vorhandene Platzangebot zu versagen, gibt es nicht.

 

Durch das 2006 eingeführte Gutscheinverfahren wird unmittelbar der Betreuungsbedarf des Kindes gefördert und nur bei Vertragsabschluss der belegte Platz. Damit wird das Finanzierungsrisiko auf den Träger übertragen, der sich mit seinem Angebot qualitativ und gezielt an den Interessen der Eltern orientieren muss.

 

Die aus dem Jahr 2004 stammende Planung bleibt die bestehende fachliche Grundlage des Jugendamtes. Eine Fortschreibung ist beabsichtigt, konnte jedoch aus personellen Gründen noch nicht erfolgen. Letztlich ist die Planung und der künftige Bedarf im wesentlichen abhängig von den politischen Rahmenbedingungen, z.B. Rechtsanspruch für Kinder unter drei Jahren oder Höhe der Kostenbeteiligung der Eltern.

 

Kindertagespflege

 

Alle Bezirke sind von der Senatsverwaltung aufgefordert worden, eine Ziel- und Zeitplanung zur Anpassung von Tagesgroßpflegestellen an die Gesetzeslage des § 43 SGB VIII vorzunehmen, da eine Gesetzesänderung mit einem Landesrechtsvorbehalt nicht mehr zu erwarten ist. Das bedeutet, dass die in Berlin und gerade im Bezirk Tempelhof-Schöneberg vorhandene Form einer Tagesgroßpflege mit bis zu acht Kindern künftig nur noch als Verbund-Tagespflege als 5+3-Modell oder als 4+4–Modell möglich sein wird. Zu diesem Zweck wird das Jugendamt gemeinsam mit den betroffenen Kindertagespflegen ein Modell entwickeln.

 

Aus dem Fachbereich Familien unterstützende Hilfen Beschleunigtes Familienrechtsverfahren Mit einer gemeinsamen Veranstaltung von Familienrichtern, Rechtsanwälten und Mitarbeitern/innen des RSD am 17.10.2007 wurde die Zusammenarbeit verstärkt. Ziel ist der verstärke Einsatz vom „Beschleunigten Familienrechtsverfahren“. Dieses Verfahren bedeutet, dass bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt bei Sorgerechts- oder Umgangsregelungen alle Beteiligten im Familiengericht zusammensitzen und versuchen, eine für die Kinder einvernehmliche Lösung zu vereinbaren. Verzichtet wird hierbei auf umfangreiche Berichte von Jugendbehörden, Rechtsanwälten und Gutachtern. Mitarbeiter/innen des Jugendamtes werden zukünftig an einer regelmäßigen Arbeitsgruppe teilnehmen, die Verfahrensabsprachen entwickelt.

 

Kindschaftsrechtliche Beratung und Unterstützung Im Bereich Kindschaftsrechtliche Beratung und Unterstützung werden derzeit 186 Vormundschaften und Pflegschaften sowie 4828 Beistandschaften geführt. Daneben erfolgen monatlich durchschnittlich 200 Beratungen und Unterstützungen zu Vaterschaftsfeststellungen, Unterhaltsfragen sowie über das Sorgerecht. Die Urkundspersonen in diesem Bereich nehmen durchschnittlich 140 Urkunden überwiegend zur Anerkennung der Vaterschaft, von Unterhaltsverpflichtungen und Begründung des gemeinsamen Sorgerechts auf (Notariatstätigkeit).

 

Festzustellen ist, dass innerhalb der letzten Jahre der Arbeitsaufwand bei den Vormundschaften und Pflegschaften aufgrund der Schwere der Störungen bei den Kindern und Jugendlichen als auch in deren Herkunftsfamilien und bei den Beistandschaften aufgrund der immer schwierigeren wirtschaftlichen Situation der Unterhaltsschuldner stetig gestiegen ist.

 

Bereich Erziehungsgeld

 

Zahl der Bezieher/innen von Erziehungsgeld bis 18.10.2007: 1.703- Bearbeitungszeit bei vollständigen Anträgen: 5 – 10 Arbeitstage-
Bearbeitungszeit und Auszahlung durch die Bundeskasse Kiel: ca. 10 Arbeitstage

 

 

Bereich Elterngeld

Zahl der Anträge bis einschließlich 16.08.2007: 2.201
davon beschieden und zahlbar gemacht: 2.027

Bearbeitungszeit und Auszahlung durch die Bundeskasse Kiel: ca. zwei Wochen
- noch in der Bearbeitung bzw. unvollständig: 174
Hinsichtlich des aktuellen Standes in der Bearbeitung und Bescheidung der sehr hohen Zahl von eingehenden Elterngeldanträgen nimmt unsere Elterngeldstelle weiterhin eine Spitzenposition im bezirklichen Vergleich ein.

 

 

Bereich Unterhaltsvorschuss

Zahl der aktuellen Bezieher/innen von Unterhaltsvorschuss: 2.571
Bearbeitungszeit bei vollständigen Anträgen: 9 Wochen bis
6 Monate
(davon ein Monat gesetzliche Rechtswahrungsfrist und
drei Monate Abrechnungs- und Erstattungsregulierung mit dem in Vorleistung gegangenen Jobcenter)
Aufgrund unvorhersehbarer langfristiger Personalausfälle ist die Arbeitssituation weiterhin sehr angespannt.

 

Tagesordnung

 

In der Tagesordnung beschäftigte sich der JHA mit der Arbeit der Jugendgerichtshilfe im Bezirk und mit einer Drucksache zum Thema „Demographischer Wandel und soziale Ungleichheit: Kinder- und Jugendhilfe vor neuen Herausforderungen“. Für die Jugendarbeit im Ortsteil Marienfelde hat die Bezirksverordnetenversammlung 50.000 Euro zusätzlich für das Jahr 2008 zur Verfügung gestellt. Der JHA beschloss, 40.000 Euro davon für den Nachbarschaftstreff in der Waldsassener Straße auszugeben. Der freie Träger AHB wird dort ein Angebot niedrigschwelliger Familienarbeit einrichten. 10.000 Euro soll der TSV Marienfelde e.V. erhalten. Damit sollen die Ferienangebote des Sportvereins erweitert werden. Auch außerhalb der Ferien soll es künftig Angebote für Kinder und Jugendliche geben. Der Verein wird dafür die Alte Feuerwache nutzen. Für erforderliche Sanierungsarbeiten sollen 30.000 Euro aus dem Etat Bauliche Unterhaltung zur Verfügung gestellt werden.