Malik Fathi neuer Schirmherr des Präventionsprojektes “Junger Fußball in Berlin”

Auf einer Pressekonferenz in den Räumen der zentra-len Verwaltung des Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V. in Wilmersdorf wurde am 28. März 2011 der neue Schirmherr des Tannenhof-Präventionsprojektes „Junger Fußball in Berlin – Keine Drogen – keine Gewalt“, Malik Fathi, vorgestellt. Der 27-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln ist Bundesliga-Profi mit guten Chancen auf die Europaliga. Er ist Ex-Herthaner, der fast alle Stationen der Hertha-Nachwuchsakademie durchlaufen hat und gegenwärtig für Mainz 05 spielt. Aber vor allem ist er ein Berliner mit großem Engagement für soziale Probleme seiner Heimatstadt. Das Projekt organisiert seit inzwischen über drei Jahren Aktionstage in den so genannten „Problemkiezen“ der Stadt.

Bei dieser Kombination aus Anti-Gewalt-Workshops, einem Fairplay-Streetsoccer-Turnier und Suchtprävention arbeitet der Träger TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V. mit Kindern aus besonderem Umfeld. Ein Großteil hat einen Migrationshintergrund, viele wachsen in sozialen Brennpunkten auf. Als Schirmherr will Malik Fathi auf die Aufklärungsarbeit und Hilfe des Projektes für diese Kiez-Kids aufmerksam machen.

Mit der prominenten Unterstützung durch Malik Fathi möchte das Projekt in den nächsten Wochen vor allem zwei Dinge erreichen: Zum einen die Kids für die Teilnahme an den Aktionstagen begeistern. Aber vor allem soll sein Aufruf Firmen und Organisatoren zur Unterstützung dieser wichtigen sozialen Arbeit bewegen. Denn dem Projekt fehlen noch Gelder, um auch in 2011 wirklich vier Aktionstage in ganz Berlin anbieten zu können! Malik Fathi beließ es nicht bei dem Aufruf an mögliche Sponsoren, Geld zu spenden, son-dern erklärte sich in der Pressekonferenz spontan bereit, einen der vier Aktionstage, der noch nicht fi-nanziert ist, finanziell zu unterstützen. Die Orte für die ersten beiden Aktionstage stehen schon fest: 28. Mai 2011 – Jugendclub Anna Landsberger – für Lichtenberg, Hellersdorf und Marzahn sowie am 18. Juni im Jugendclub Drehpunkt für Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg. Jeweils acht bis zehn Jugendclubs können sich anmelden, das sind etwa 60 bis 80 Jugendli-che. An den bisherigen elf Aktionstagen haben rund 800 Jugendliche teilgenommen. Malik Fathi will aber als Schirmherr nicht nur genannt werden, sondern so weit es seine Zeit erlaubt, auch selbst mit dabei sein.

Neben Malik Fathi hat die Vorstandsvorsitzende der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, Angelika Schöttler, Jugend- und Sportstadträtin in Tempelhof-Schöneberg, bei der Pressekonferenz über die Bedeutung des Projektes und die Kooperation mit der Stiftung informiert. Die JFSB unterstützt das Projekt für die nächsten drei Jahre mit jeweils 5.000 Euro. Ein Aktionstag kostet zwischen Drei- und Viertausend Euro, teilte der Projektleiter Boris Knoblich (links) mit. Neben der Jugend- und Familienstiftung beteiligen sich auch der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin und die Stiftungen Neukölln Plus und Zukunft für Berlin an den Kosten.

Malik hatte seine sichtbar stolze Mutter Marion mit zu der Pressekonferenz gebracht. Sie erzählte, dass ihr Sohn mit 10 Jahren einen anderen Sport betrieb, nämlich Rugby und mit dem Berliner Rugby-Club sogar Deutscher Meister in der Nachwuchsmannschaft wur-de.

Projektinformationen: www.tannenhof.de/de/sportprojekte/junger-fussball-in-berlin/info