Kita spricht alle Sinne an

Die Lichtenrader Kita in der Nahariyastraße 21 ist ein ganzes Stück reicher geworden! Der neue Klanggarten und Tastpfad wurde bei spätsommerlichem Wetter feierlich eingeweiht. Die Kinder waren begeistert von ihren Freiluft-Musikinstrumenten und dem neuen „Weg der Erfahrungen“.

Die Kids konnten schon seit April 2012 verfolgen, wie die Bauarbeiten begannen und so langsam voranschritten. Sie haben den fleißigen Heinzelmännchen oftmals zugeschaut, wie ihr Kindergarten für sie noch attraktiver wurde. Aber der Reihe nach.

Am Anfang stand die Idee der Kita-Leiterin Sabine Ranglack. Ein Klanggarten und ein Tastpfad sollte es werden. Aber eine Idee reicht nicht für ein solches Vorhaben aus. „Wie können wir Gelder und Menschen gewinnen, die uns den Traum lebendig werden lassen“, war die Frage von Sabine Ranglack? Vergeblich hatte sie bei einigen großen Unternehmen um Unterstützung gebeten. Jetzt kommt der gemeinnützige Verein für soziale Beratung „Wendepunkt“ ins Spiel, der schon viele soziale Projekte unterstützt hat. „Wendepunkt“ nahm mit Ursula Wagner von Megamix e.V. aus Lichtenrade Kontakt auf, die mit der Spendenakquise schon Erfahrungen gemacht hat. Sie setzten sich dann alle zusammen und Holger Darr von „Wendepunkt“ überlegte sich die ersten Entwürfe für eine solche Anlage.

Nachdem einige Pläne fertig waren, konnten die ersten Bitten nach finanzieller Unterstützung verschickt werden. „Wir waren angenehm überrascht, dass sich in so kurzer Zeit interessierte Stiftungen melden und sich bereiterklärten, den Garten der Sinne Realität werden zu lassen“, erzählt Holger Darr. So konnte eine Spende der Stiftung EVM Berlin in einer Höhe von 3.200 Euro gewonnen werden. Simone Felger, die im Kuratorium dieser Stiftung sitzt, freut sich über das Ergebnis. Die Stiftung wird von der EVM-Berlin-Wohnungsbaugenossenschaft gespeist, die schon viele Projekte für Kinder und Jugendliche unterstützt hat. Angefangen von der Jugendverkehrsschule, über Fußballturniere bis hin zu diesem Pfad der Sinne. Weitere Gelder kamen von der Theresia-Zander-Stiftung und von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin jfsb „Kita, Familie & mehr.“ Schließlich mussten rund 10.000 Euro zusammenkommen, damit das ganze hochwertige und stabile Material beschafft werden konnte. Dreimal rollte ein großer Laster an, bis das ganze Material in der Kita war.

Nachdem die finanzielle Grundlage geschaffen war, konnten im April, wie schon erwähnt, tatsächlich die Arbeiten vor Ort losgehen. Der Verein „Wendepunkt“ hat sich dann an die Umsetzung gemacht. Mario Hamann, Erich Lichtsinn und Holger Darr setzten elektrische Sägen, Bohrmaschinen und viel Fleiß und Können ein, damit die fünf Freiluftklangkörper errichtet werden konnten. Dieses ehrenamtliche Engagement brauchte für dieses Projekt unzählige Arbeitseinsätze. „Und das Ganze musste dann noch vom TÜV abgenommen werden. Mit einigen Nachbesserungen haben wir es jetzt geschafft.“ Für die strenge TÜV-Abnahme zeichnete Carsten Olszewski verantwortlich: „Die Geräte dürfen aber nur unter Aufsicht genutzt werden.“ Aber auch Olszewski freut sich über das gelungene Ergebnis dieser ganz besonderen „Spielgeräte.“

Parallel zum Klangpfad entstand der Barfußpfad in der hinteren Ecke des Kita-Gartens. Und so ganz nebenbei haben wir die Holzbank um den Baum überholt, erzählt Darr am Rande der feierlichen Eröffnung Mitte September. Die Bilder von der Entstehung der Anlage können auf der Website von „Wendepunkt“ (http://www.vfsb -wendepunkt.de) bestaunt werden.

Die Eröffnung wurde feierlich in der Kita begangen. Die Kita-Leiterinnen Sabine Ranglack und Petra Trantow bedankten sich bei den Unterstützern und Helfern! Diesem Dank konnte sich die pädagogische Geschäftsleiterin des Kita-Eigenbetriebs Berlin-Süd-West, Martina Castello, nur anschließen. Sie probierte dann gleich die ersten Instrumente aus. Die Kinder zeigten ihre Freude dadurch, dass sie einige Darbietungen zeigten. So sangen die Dreikäsehochs das Lied vom „armen Floh.“

Danach ging es unter Anleitung an den Klangpfad. Mit Holzhämmern konnten die Geräte „bearbeitet“ werden. Ganz erstaunt waren die Kinder, was für unterschiedliche Töne sie den Hölzern entlockten. Mit den Füßen wurden anschließend die unterschiedlichen Mate-rialen des Tastpfades ausprobiert. Einige liefen schnell und locker über den Pfad, die anderen setzten vorsichtig einen Fuß vor dem andern.

Ein glücklicher Nachmittag für die Kinder, die Eltern, die Erzieherinnen und ganz besonders für die Helfer. Das Glänzen in den Kinderaugen war nicht zu übersehen. Ihr Einsatz hat sich gelohnt und die Lichtenrader Kita kann die Sinne ihrer Kinder noch besser schulen!

Thomas Moser–BerLi-Press

 

Weitere Infos:

http://www.vfsb-wendepunkt.de

http://www.evmberlin.de/de/index.php

http://www.jfsb.de/ger/KitaFamilieMehr/EinfuehrungKitaFamilie.php