Kinder- und Jugendjury in Lichtenrade und Marienfelde

Beteiligte Einrichtungen: Kinderetage, G-Haus, Jugendcafé am Dorfteich, 3D Medienhaus, Kinder- und Jugendhaus der ev. Kirchengemeinde Lichtenrade, Jugendkeller Finchleystraße, Kick-Projekt, haus of fun, LortzingClub 4.000 Euro wurden im Rahmen der Jugendjury am 5. April 2013 vergeben. Ein Bericht der Kinder und Jugendlichen:

„Am Dienstag nach Ostern haben wir uns alle um  11 Uhr im LortzingClub getroffen. Wir alle, das waren viele Kinder aus unterschiedlichen Einrichtungen aus Lichtenrade und Marienfelde.  Jedenfalls waren wir so um die 65 Kinder und Jugendliche! Zuerst wurden wir alle begrüßt und noch einmal erzählt, worum es in dieser Woche gehen soll. Wir sollten uns nämlich in Gruppen gute Projekte ausdenken und für die Umsetzung sollten wir insgesamt 4.000 Euro bekommen. Und wer das Geld bekommt und wie viel, darüber entscheidet eine Jury, die aus Jugendlichen besteht. Die Erwachsenen dürfen da gar nicht mitreden. Das ist schon Klasse.

Jedenfalls sollten wir am Mittwoch und Donnerstag Ausflüge durch Lichtenrade und Marienfelde machen, andere Einrichtungen besuchen und uns aufschreiben, was uns besonders auffällt.

Also, nachdem alles noch mal erklärt wurde, begann der Tag mit Kennenlernspielen. Und danach gab es eine große Chaos-Rallye. Wir mussten zuerst würfeln und dann die gewürfelte Zahl suchen.  Auf dem Gelände waren Zettel mit Nummern versteckt.  Und dann mussten wir als Gruppe eine Aufgabe erfüllen, die diese Nummer hatte. Oder was erraten und so. Das war ganz schön anstrengend und dauerte echt lange, hat aber auch viel Spaß gemacht.

Danach gab es leckeres Essen und Schokoladenpudding als Nachtisch. Und nach dem Essen haben wir alle eine Testrallye durch Lichtenrade gemacht. Wir hatten Zettel, auf denen stand, wo wir lang sollten und wir mussten Fragen beantworten. Einige aus unserer Gruppe sind dann allerdings bei der Tierärztin gelandet, weil sie Eichhörnchenbabys gefunden hatten, die wohl aus dem Nest gefallen waren. Die waren schon ganz schwach und sind dann, glaube ich, auch leider gestorben. Die Tour war etwas lang und es war sehr kalt!

Am Mittwoch haben wir uns wieder um 11 Uhr getroffen und haben dann unsere erste richtig Expedition gemacht. Wir sind ins G-Haus gegangen und haben dann noch zwei Spielplätze „getestet“. Unterwegs haben wir dann in der Wünsdorfer Strasse eine Grünfläche entdeckt, die sich ganz prima für einen Spielplatz eignen würde. Zum Schluss sind wir zum Grillen, wo wir wieder alle anderen getroffen haben. Um 16 Uhr war dann der zweite Tag schon wieder vorüber.

Am Donnerstag haben wir uns an der S-Bahn getroffen und sind nach Marienfelde gefahren, um das Medienhaus 3D zu besuchen. Dort konnten wir in der Sporthalle boxen und spielen. Dann haben wir einen Spielplatz getestet und bewertet. Wie das ging, haben wir schon einen Tag vorher gelernt.

Wir sind dann wieder nach Lichtenrade gefahren und haben das Jugendcafé am Dorfteich und den Dorfteich besucht.  Wir haben uns unterwegs oft Notizen gemacht, wenn uns was aufgefallen ist. Zum Schluss haben wir noch die Bahnhofstraße getestet und auch die besten Eisläden besucht und dort die leckersten Eissorten getestet.

Dann war auch schon der letzte Tag da. Am Freitag haben wir uns um 11 Uhr wieder im LortzingClub getroffen, zusammen mit den anderen. Oli hat wieder alle begrüßt und genau erklärt, wie der Tag ablaufen soll. Zu Beginn sollte sich  jede Gruppe einen Raum suchen, sich auf ein Projekt einigen und das auch auf einem Flipchart aufschreiben. Auch, was es kosten wird.

Dann gab es Mittagessen. Nach einer Pause sind wir dann alle rumgelaufen und haben uns die verschiedenen Projekte angeschaut. Immer zwei Kinder aus der Gruppe haben das Projekt erklärt und auf Fragen geantwortet. Und aus jeder Gruppe sind dann zwei Kinder in die Jugendjury gewählt wurden. Nach dem gegenseitigen Anschauen war wieder Spiel-Pause; nur die Jugendlichen aus der Jury haben sich in einen Raum zurückgezogen und überlegt, welches Projekt wie viel Geld bekommt. Die Jury hat dann gemeinsam überlegt, wie die Entscheidungen gefällt werden sollen. Also zum Beispiel, dass alles ohne Streit ablaufen soll und natürlich demokratisch. Und das alle Projekte vielen anderen helfen sollten.

Danach wurde in einer konzentrierten Jurysitzung gemeinsam das Geld an die Projekte vergeben. Dabei wurde viel diskutiert und gesprochen, aber schließlich  wurde – ganz ohne Hilfe von Erwachsenen – eine gute Lösung gefunden.

Hier die Projekte  und die Ergebnisse:

Das Kinder- und Jugendhaus (Kreative Peanuts) wollen einen vielfältigen Beachbereich anlegen. Die Gruppe wollte 1.800 Euro und bekam 700 Euro.

Die Kinderetage vom Gemeinschaftshaus wollte 500 Euro für neue Sportgeräte. Die Gruppe bekam 500 Euro.

Die Jugendetage vom Gemeinschaftshaus will den Jugendkeller wieder aufbauen und braucht 900 Euro. Sie bekam 700 Euro.

Der LortzingClub möchte eine Grünfläche in der Wünsdorfer Straße mit Bänken, Trampoline  und Tischtennisplatten neu gestalten. Das sollte 2.300 Euro koste. Die Gruppe bekam 1.000 Euro.

Das 3D Medienhaus braucht Material zum Hüttenbauen. Das würde 730 Euro kosten. Es gab  600 Euro.

Das Jugendcafé am Dorfteich möchte den Dorfteich mit Hundetütenkästen ausstatten und die Bänke neu streichen. Das würde ca. 750 Euro kosten. Die Gruppe bekam 500 Euro.

Alle waren sehr zufrieden mit der Entscheidung der Jury.

Es war ein tolles Gefühl, ein eigenes Projekt entwickeln zu können und dafür dann auch richtig Geld zu bekommen. Und nun freuen wir uns auf die Umsetzung „unserer“ Projekte!