Große Enttäuschung: Absage der Internationalen Jugendbegegnung Türkei-Berlin 2013

 

Groß war die  Enttäuschung bei den Jugendlichen, deren Familien, dem türkischen Part-ner und nicht zuletzt bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugend-zentrums Burg, als jetzt am 15.April -  ca. 2 Monate vor Reisebeginn -  das endgültige Aus für die Durchführung der Internationalen Jugendbegegnung Türkei – Berlin bekanntgege-ben wurde. Zur Begründung hieß es: Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft von Berlin hat mehr als die Hälfte weniger an Mitteln erhalten.

Zu den Hintergründen: Seit über 20 Jahren führt das Kinder- und Jugendzentrum Burg Jugendbegegnungen zwischen der Türkei und Berlin durch. Gerade der intensiven Kon-takt und Austausch, der durch diese Begegnungen entsteht, ist ein wichtiger Ansatz, um die Andersartigkeit der kulturellen und sozialen Lebensumstände wahrzunehmen.

Die Jugendlichen werden permanent mit ungewöhnlichen Situationen konfrontiert, es eröffnen sich ständig neue Perspektiven und der Erwerb einer interkulturellen Kompetenz wird gefördert. Eines der wichtigsten Elemente dieser Gruppenreisen ist der direkte Austausch mit den gleichaltrigen „Gastgebern“: Über die gemeinsamen Gruppenaktivitäten und Projekte findet schnell eine Verständigung und ein gegenseitiges Verständnis statt, die weit über den angebotenen Rahmen hinausgehen. Aus gemeinsamen Erlebnissen und Erfahrungen resultieren freundschaftliche Beziehungen untereinander, die über die Reise hinaus weiter Bestand haben.

Schon im vergangenen Jahr wurde dem Kinder- und Jugendzentrum Burg aufgrund der angespannten Haushaltslage mitgeteilt, dass in Zukunft lediglich pro Jahr nur die Hin – oder die Rückbegegnung Türkei – Berlin stattfinden könne. Doch dann kam am Ende des letzten Jahres ganz überraschend eine Eilmeldung: Die Burg könne mit großer Wahrscheinlichkeit die Internationalen Jugendbegegnung Türkei-Berlin 2013 doch noch wie bisher durchführen und man solle schnellstens die Anträge dafür stellen.

Die Burg ging also in Planung. Es wurden Kontakte zu den ausländischen Partnern hergestellt, mögliche Flüge mit dem Reisebüro abgesprochen und in der Jahresplanung der Einrichtung wurde die Organisation und Durchführung der Reise mit einbezogen. Es musste  Werbung gemacht werden und bis zu den Osterferien war es gelungen, viele Jugendliche für die Reise zu begeistert, die ihrerseits natürlich in ihren Familien die Urlaubsplanung darauf abgestimmt hatten.

Von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft von Berlin, die die Finanzierung aus Bundesmitteln koordiniert, kam dann Mitte April 2013 statt der zu erwarten gewesenen Freigabe der Mittel das endgültige Aus.

Zurück bleibt nun eine große Enttäuschung bei allen Beteiligten und die unbeantwortete Frage: Warum eine so späte Absage?

Ulrike Schnieders