JHA-Vorsitzende begrüßen Einigung des Rats der Bürgermeister

 Vor einer Woche entschloss sich der Rat der Bürgermeister mehrheitlich für ein neues Konzept zur Finanzierung der Jugendarbeit. Dieses zunächst auf zwei Jahre festgelegte Übergangsmodell nimmt die Anzahl der in einem Bezirk lebenden Kinder und Jugendlichen als Grundlage der bereitzustellenden Finanzmittel für die Bezirke. Neu ist auch, dass die Bezirke bei der Sicherung der Jugendarbeit unterstützt  werden, die ihre Mittel im Bereich Jugendarbeit auch tatsächlich sachbezogen verwenden und nicht für andere Bereiche verausgaben. 11 Mio. Euro soll der Senat dafür zur Verfügung stellen, um einen positiven Anreiz für die Entwicklung der Jugendarbeit zu schaffen. Alle Augen sind nun auf die Regierungskoalition gerichtet, denn am Ende entscheidet das Abgeordnetenhaus darüber, wie viel ihnen die Jugendarbeit wert ist und ob dieses Modell umgesetzt werden kann.

Die Vorsitzenden der Berliner Jugendhilfeausschüsse begrüßen diese Entwicklung. Schon Ende 2012 wiesen sie in einem Brandbrief auf die dramatische Situation der Jugendarbeit in den Bezirken hin. Die finanzielle Ausstattung des Bereichs Jugendarbeit reichte kaum aus, um die bestehenden Einrichtungen auskömmlich zu finanzieren. Angebotseinschränkungen und Schließungen von Einrichtungen sind die Folge stetiger Kürzungen im Bereich Jugend. 10% des Jugendhilfeetats sollen laut gesetzlicher Vorgabe in Jugendfreizeiteinrichtungen, Streetwork und Jugendverbandsarbeit investiert werden. Tatsächlich werden bisher kaum  5% erreicht, um  den präventiven Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu sichern

Die Vorsitzenden der Berliner Jugendhilfeausschüsse fordern daher die Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses und besonders die Regierungskoalition aus SPD und CDU auf, sich für die Kinder und Jugendlichen in Berlin stark zu machen und das Übergangsmodell zu unterstützen.

Bei Nachfragen stehen Ihnen Marijke Höppner, Vorsitzendes des Jugendhilfeausschusses Tempelhof-Schöneberg, unter 0179-2088800 und Florian Schwanhäußer, Vorsitzender des Jugendhilfeausschuss Mitte, unter 0172-3823832, zur Verfügung.